Zukunftsstrategie Vernetzung

Publiziert am 22. Februar 2012 von Alltec Bürokonzept

Kleine und mittlere Unternehmen haben es heute oft schwer, auf sich aufmerksam zu machen. Die Angebots- und Dienstleistungspalette in der Auftraggeber wählen können, ist so groß wie nie. Der Preisdruck steigt stetig. Alte Werbekonzepte haben ausgedient, Flyer, Broschüren und Newsletter landen schnell im Papierkorb, Kaltaquise ist für Unternehmen kostspielig und zeitaufwendig und führt oft nicht zum erhofften Effekt: Das Produkt oder die Dienstleistung im richtigen Licht zu präsentieren und letztlich zu verkaufen.

In der Kreativbranche sind in den letzten Jahren in Großstädten neben Bürogemeinschaften auch unzählige Co-Working-Spaces entstanden. Kreative arbeiten oft alleine und versumpfen Phasenweise immer wieder in den eigenen Gedankenteufelskreisen. Kontakt und Input fehlt. Bürogemeinschaften und Co-Working-Spaces funktionieren wie Ballungsräume, in denen gearbeitet werden kann.

Je nach Konzept kann man sich Stunden-, Tage- oder Monatsweise einmieten. Die Kreativen kommen so aus ihrem Einsiedlerdasein raus und vom heimischen Küchentisch weg. Co-Working-Spaces sind im besten Fall nicht nur ein Mittel gegen Vereinsamung, sie bringen durch den Kontakt zu anderen Kreativen neben Input, Inspiration und neuen Ideen auch Aufträge. Der Webdesigner braucht einen Texter, der Booker einen Fotografen, A kennt B, man entwickelt zusammen Projekte.

Ähnlich wie den Kreativen geht es vielen kleinen Unternehmen. Um Produkte und Dienstleistungen entwickeln zu können, neue Perspektiven einzunehmen und andere Wege zu gehen, brauchen auch sie Input von Außen.

Wie können nun Kontakte und Zusammenarbeit möglich werden?

Einmal wären da die klassischen Netzwerktreffen oder Businessclubs, in denen eine Branche zusammen kommt oder sich Branchenübergreifend getroffen, dargestellt und getalkt wird.

Dann können Unternehmen statt Bürogemeinschaften zu gründen, Arbeitsgruppen bilden. Hier tun sich Unternehmen mit Überschneidungen zusammen und entwickeln Projekte oder holen sich gegenseitig bei Aufträgen ins Boot. Seit 2011 arbeiten so Alltec Bürokonzept, einfach Leben retten und die Wohlfühler im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung zusammen.

Ein weiteres Konzept hat Herbert Haberl mit seiner Agentur für Erledigungen entwickelt. Die Erlediger bieten Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen. Ob Unternehmensgründung oder Unternehmensberatung, Flächenplanung und Büro- und Objekteinrichtung, Finanzen und Controlling, Coaching, IT oder Assistenzaufgaben, die Erlediger bieten ein breites Spektrum an. Damit das, was erledigt werden muss, auch erledigt werden kann hat Herbert Haberl einen Pool von Unternehmen und Selbstständigen geschaffen. Bei den ‚Erlediger-Treffen’ kommen die Unternehmen und Selbstständigen zusammen, lernen sich kennen und können sich austauschen. Die Anfragen der Auftraggeber laufen über die Agentur. Herbert Haberl leitet diese dann an das entsprechende Unternehmen oder den Selbstständigen weiter, vermittelt den Kontakt. Die Agentur für Erledigungen verfolgt darüber hinaus ein etwas anderes Geschäftsmodell. Der Auftraggeber zahlt den ‚Wohlfühl-Preis’. Dahinter steckt aber nicht der Gedanke Dumpinglöhnen einen Raum zu geben, sondern vielmehr Fairness. Herbert Haberl nennt es ökohumanes Handeln. Mit dem System ‚Wohlfühl-Preis’ konfrontiert er Auftraggeber und Erlediger mit der Frage: Was ist die geleistete Arbeit wert? In einer Gesellschaft, die nach dem ‚Geiz ist geil’ – Prinzip strebt, wird damit ein sensibles Thema mit Herausforderungspotenzial angesprochen. Beide Partner müssen also in einer Vorbesprechung zu einem Auftrag ein Gefühl dafür entwickeln, was der Auftrag alles umfasst und welcher Preis angemessen ist.

Viele Unternehmen stehen seit Jahren vor großen Herausforderungen. Die letzten Jahre waren Krisenjahre. Doch was Krisen auch ermöglichen sind Veränderungsprozesse. Sie können neue Kräfte freisetzten. Durch Vernetzungsstrategien und den Versuch andere Geschäftsmodelle zu etablieren wird sich die Arbeitswelt verändern. Es bleibt spannend.

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